Fachtagung „Fortschreibung der bezirklichen Altenplanung im Sozialraumbezug“

Am 14. März 2013 fand die Fachtagung „Fortschreibung der bezirklichen Altenplanung im Sozialraumbezug“ - die der Landesseniorenbeirat Berlin, die Landesseniorenvertretung Berlin und das Kompetenzzentrum „offene Altenarbeit“ des Sozialwerk Berlin e.V. gemeinsam veranstalteten - statt. Ziel der Diskussion von 14:00 bis 17:00 Uhr war, die Erarbeitung bzw. Fortschreibung der bezirklichen Altenplanung zu befördern. Zudem wurde das Potenzial der vielfältigen Mitwirkungsmöglichkeiten älterer Menschen eindrucksvoll dargestellt werden.

Frau Hankewitz, stellv. Vorsitzende Sozialwerk Berlin e.V., begrüßte Akteure der offenen Altenarbeit in Berlin, Vertreter aus Politik und Verwaltung sowie aus dem Landesseniorenbeirat Berlin, der Landesseniorenvertretung, dem Arbeitskreis Berliner Senioren, der Fachgruppe „ Ältere Menschen“ des Paritätischen, der bezirklichen Seniorenvertretungen, Sozialkommissionen, Stadtteilzentren, von Fachhochschulen, Organisationen und Verbänden im Käte-Tresenreuter-Haus, dessen Namensgeberin 1971 eine Bürgerinitiative unter dem Motto „Ältere Menschen helfen anderen älteren Menschen“ begründete und so ein weltweit beispielhaftes Altenselbsthilfe- und Beratungszentrum schuf.

In seinen Vorbemerkungen zum Tagungsthema hob Herr Stawenow, Leiter des Kompetenzzentrums „offene Altenarbeit“ des Sozialwerk Berlin e. V. hervor: „Wir wollen ein Berlin für alle Generationen. Jeder ist mit seinem Wissen und Engagement gefragt.“

Frau Saeger, die Vorsitzende des Landesseniorenbeirates Berlin, begrüßte Herrn Joachim Krüger (CDU), Mitglied des Abgeordnetenhauses, Frau Angelika Mai, Referentin für Gesundheit, Soziales und Inklusion der Fraktion Die Linke im Abgeordnetenhaus sowie Herrn Wiebusch und Frau Müller von der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales. Sie sagte unter anderem in ihrer Eröffnungsrede: „Auf der Grundlage des Berliner Seniorenmitwirkungsgesetzes tragen wir Verantwortung für die Verwirklichung der Potenziale des Alters - sowohl auf individueller Ebene als auch auf gesellschaftlicher Ebene. Wir müssen die sich bietenden Möglichkeiten der sozialen und kulturellen Teilhabe ausschöpfen. Unter Teilhabe verstehen wir ausdrücklich, die Mitgestaltung der Gesellschaft, des öffentlichen Raumes durch uns Ältere selbst. Wir wollen als mitverantwortliche Bürgerinnen und Bürger wahrgenommen werden, auf deren aktiven Beitrag unsere Gesellschaft eigentlich nicht verzichten kann. Dieser Teilhabe und Partizipationsgedanke hat sich leider noch nicht ausreichend durchgesetzt. Unsere heutige Fachtagung soll mit dazu beitragen, dass sich gute strukturelle Rahmenbedingungen durchsetzen, und so die Nachhaltigkeit unserer Aktivitäten sichern - wir brauchen Konzepte zur systematischen Einbindung älterer Menschen zur Aufrechterhaltung von Lebensqualität im Alter.“

Referate:

Wie sind wir an die Erarbeitung/Fortschreibung der bezirklichen Altenplanung herangegangen?
Herr Heymann, Abt. Bildung, Kultur und Sport Bezirk Lichtenberg
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Wie möchten wir als bezirkliche Seniorenvertretung dabei unser Mitspracherecht wahrnehmen?
Herr Steinbrück, Vorsitzender der bezirklichen Seniorenvertretung Lichtenberg

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Wie können wir die Mitwirkung aller Akteure bei der Umsetzung der bezirklichen Altenplanung sichern?
Herr Juraschek, Sozialplaner der Abt. Gesundheit, Soziales und Planungskoordination Bezirk Marzahn/Hellersdorf

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Wie gestaltet der Bezirk Steglitz/Zehlendorf den Prozess von der Situationsanalyse zum bezirklichen Altenplan?
Herr Schmidt, Bezirksstadtrat Steglitz-Zehlendorf

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Wie können Bedarf (Wünsche) und Finanzierung am Bsp. von Begegnungsstätten in Übereinstimmung gebracht werden?
Frau Hübel, Fachbereichsleiterin des Sozialamt Treptow/Köpenick

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Frau Dr. Hambach, Vorsitzende der Landesseniorenvertretung, dankte allen Referenten für ihre engagierten Beiträge und verband die Hoffnung, dass sich die guten Beispiele über die Bezirksgrenzen hinweg herumsprechen und durchsetzen werden. Sie wünschte sich, dass die Sensibilisierung für die Themen und Belange der älteren Generation auch in den Begrifflichkeiten „Altenplanung und Altenarbeit“ Berücksichtigung findet: „Die Alten werden nicht geplant oder bearbeitet, vielmehr sind Angebote für ältere Menschen zu gestalten“. Sie gratulierte allen Bezirken, die darin eine Pflichtaufgabe sehen und keine freiwillige Leistung, die je nach Haushaltslage gestrichen werden kann. Sie warnte davor, dass das Ehrenamt zwar viel leistet, aber nicht alles übernehmen könne. Ehrenamt und öffentliche Dienst müssten Hand in Hand arbeiten.

Die Teilnehmer der Tagung nahmen die Anregung dankbar auf, in ihren Bezirken in den nächsten Monaten ebenfalls eine solche Beratung unter Einbeziehung aller Akteure der Arbeit mit und für Senioren zur Diskussion des Arbeitsstandes der Altenplanung in ihrem Einzugsbereich durchzuführen.
Dazu gab diese Fachtagung einen erfolgreichen Auftakt mit vielen Anregungen.

Zum Abschluss der Veranstaltung hatten die ehrenamtlich Engagierten im Käte-Tresenreuter-Haus einen kleinen Imbiss wunderbar vorbereitet, der zusätzlich nach den interessanten Vorträgen zum intensiven Gedankenaustausch einlud.

Das Kompetenzzentrum „offene Altenarbeit“ des Sozialwerk Berlin e.V. stellte eine umfangreiche Materialsammlung Altenhilfeplanung zur Verfügung (Auswahl).

Charlottenburg / Wilmersdorf
Nachlese Senioren BW 2012

Lichtenberg
2. Handlungskonzept für Seniorinnen und Senioren des Bezirkes Lichtenberg für 2011-2015

Marzahn / Hellersdorf
Fortschreibung der Altenplanung für die Jahre 2012 – 2016

Handlungsschwerpunkte und Handlungsempfehlungen aus der Sozialstudie „50 und älter in Marzahn-Hellersdorf 2010″

Mitte
„Ältere Menschen in Mitte” — Leitlinien der Seniorenpolitik in Mitte August 2006

Pankow
Konzept einer regionalen Attenhilfe im Bezirk Pankow (Juli 2007)

Steglitz-Zehlendorf
Bericht zur Situation älterer Menschen in Steglitz-Zehlendorf 2010 in 3 Teilen: Bestandsaufnahme, Bedarfsanalyse, Handlungsempfehlungen

Tempelhof-Schöneberg
Projekt „Demographischer Wandel“ - Projektgremium Leben und Wohnen im Alter - Zielsystem

Treptow / Köpenick
Strategie zur Förderung des Bürgerschaftlichen Engagements - Das Modell Treptow-Köpenick ein Beispiel für Berlin (Juli 2011)

Leitlinien für die Förderung des Bürgerschaftlichen Engagements des Bezirksamtes Treptow-Köpenick von Berlin (Juni 2011)

Kiezklub AKTIV ERLEBEN, AKTIVER LEBEN - Kommunale Seniorenfreizeiteinrichtungen in Treptow-Köpenick

Berliner Dokumente

Politik für Seniorinnen und Senioren - Berliner Leitlinien 2005 (2012 in Überarbeitung

Berliner Seniorenmitwirkungsgesetz BerlSenG (Juni 2011)

Bericht zur sozialen Lage der älteren Menschen in Berlin

Landespflegeplan 2011

Zusammenleben in Berlin - Der Familienbericht 2011

Dokumentation: Ehrenamt ist nicht umsonst (Mai 2011)

3.Hospiz- und Palliativkonzept für das Land Berlin (2011)

Entwicklung der Seniorenfreizeltstätten in Berlin ab 2001 (Kleine Anfrage 16/11859 Abgeordnetenhaus)

Entwicklung der Altenhilfe und Hilfe zur Pflege in den Berliner Bezirken (Kleine Anfrage Drucksache 16 / 12 148)

Stadtentwicklungskonzept 2030

Bundesdokumente

Eine neue Kultur des Alterns Altersbilder in der Gesellschaft (6. Altenbericht)

Die Jungen Alten — Expertise zur Lebenslage von Menschen im Alter zwischen 55 und 65 Jahren

Positive Trends gestoppt, negative Trends beschleunigt. Bericht zur regionalen Armutsentwicklung in Deutschland 2012

Die im Schatten sieht man nicht Schattenbericht der Nationalen Armutskonferenz - Sonderausgabe des Straßenfegers Oktober 2012

Behindertenpolitische Forderungen für die kommende Legislaturperiode (DBR 2012)

Leben im demografischen Wandel (Leibniz-Joumal 1/2013)

Altenarbeit im Gemeinwesen Demografisch geboten - politisch notwendig – verlässlich finanziert (DiakonieTexte/Handreichung/ 09.2011)

Prinzipien der offenen Altenarbeit (Kompetenzzentrum „offene Altenarbeit” des Sozialwerk Berlin e. V.)