Leitlinien der Seniorenpolitik
26.09.2014 Fachtagung „Ein Jahr Leitlinien der Berliner Seniorenpolitik - Was hat sich getan?
Landesseniorenbeirat Berlin und Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales luden am 26. September 2014 zur gemeinsamen Fachtagung „Ein Jahr Leitlinien der Berliner Seniorenpolitik - Was hat sich getan?" ein. Mehr als 100 Vertreterinnen und Vertreter aus Senats- und Bezirksverwaltungen, von Organisationen, aus der Politik sowie Seniorinnen und Senioren tauschten sich dazu im Plenum und an sechs Thementischen aus.

Impressionen


Ziel der Veranstaltung im Sozialwerk Berlin e. V. war es, den Stand der Umsetzung der Leitlinien der Berliner Seniorenpolitik zu diskutieren und Ansätze für deren Weiterentwicklung zu erarbeiten.

Der Staatssekretär für Soziales, Herr Dirk Gerstle (Foto 1), gab eingangs einen ersten Überblick über den Entwicklungsstand der seniorenpolitischen Leitlinien im Land Berlin: Er hob hervor, dass damit u. a. eine neue Diskussionskultur entwickelt wird, bei der die Seniorinnen und Senioren unmittelbar beteiligt sind. Gemeinsam mit ihnen gelte es verlässliche Indikatoren zu bestimmen, die Leitlinien zu konkretisieren und umsetzbar zu gestalten. Frau Gabriele Wrede, stellvertretende Vorsitzende des Landesseniorenbeirats Berlin und Vizepräsidentin des Landessportbundes Berlin, folgte mit einem Erfahrungsbericht aus Sicht des LSBB und einem Beispiel für das gute Zusammenwirken bei Leitlinie 12 „Sport und Bewegung älterer Menschen“. Sie dankte allen Mitglieder des Landesseniorenbeirats Berlin und Arbeitsgruppen für ihr ehrenamtliches Engagement bei der aktiven Umsetzung der Leitlinien der Berliner Seniorenpolitik. Über den Stand der Umsetzung der Leitlinien auf Bezirksebene berichteten Frau Bezirksstadträtin Dagmar Pohle für Marzahn-Hellersdorf (Foto 3) und Herr Bezirksstadtrat Carsten Engelmann für Charlottenburg-Wilmersdorf (Foto 4). Beide betonten die gute Zusammenarbeit mit den Seniorenvertretungen, die auf Grundlage der Leitlinien durchaus weiterzuentwickeln ist.

Nach der Mittagspause wurden an „Moderierten Thementischen" mehrere Leitlinien diskutiert:

Tisch 1
Leitlinie 1 „Politische Partizipation“,
Leitlinie 2 „Gleichstellung im Alter“
Leitlinie 13 „Ältere Migrantinnen und Migranten“

Tisch 2
Leitlinie 3 „Bürgerschaftliches Engagement Älterer“ ,
Leitlinie 7 „Verhinderung von Altersdiskriminierung“ und Leitlinie 9 „Lebenslanges Lernen“

Tisch 3
Leitlinie 4 „Wohnen im Alter“

Tisch 4
Leitlinie 14 „Gesundheit älter werdender Menschen“
Leitlinie 15 „Pflege im Alter“
Leitlinie 16 „Hospiz- u. Palliativangebote“

Tisch 5
Leitlinie 10 „Altersgerechte Arbeit“,
Leitlinie 11 „Teilhabe an Kultur in der Stadt“
Leitlinie 17 „Altersarmut“

Tisch 6
Leitlinie 5 „Verkehr u. Mobilität im Alter“
Allen Moderatoren ein herzliches Dankeschön für die engagierte Vorbereitung sowie allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für die interessanten wie motivierenden Diskussionsbeiträge.

Fazit:
Die mehrheitlich positiven Reaktionen auf das Angebot, den politischen Diskurs über die Leitlinien der Seniorenpolitik im Rahmen einer Fachtagung zu eröffnen, zeigen, dass der Weg richtig ist. Die Leitlinien sind im Jahr 2013 vom Senat von Berlin beschlossen worden. Sie sind, wie vielfach betont und zunehmend akzeptiert wird, kein fertiges Produkt. Sie bilden vielmehr den Rahmen und Ausgangspunkt für einen stetigen Diskussions-, Evaluations- und Steuerungsprozess. Sie stellen den berühmten „Roten Faden" in der Berliner Seniorenpolitik dar, an dem entlang die wichtigsten Themen und Angelegenheiten der Lebenslagen älterer Menschen in Berlin Gehör und Aufmerksamkeit finden. Mit den Leitlinien wurde eine neue Qualitätsstufe der Zusammenarbeit innerhalb der Stadtgesellschaft angebahnt.

Allen Referenten sowie Herrn Wolfgang Pape-Wunnenberg, Referatsleiter der Abteilung Soziales in der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales, der durch den Tag führte, vielen Dank. Ein großes Dankeschön gilt den Mitstreiterinnen und Mitstreitern im Sozialwerk Berlin e.V., die mit ihrem Engagement vor und während der Veranstaltung zu einer wohltuenden Tagungsatmosphäre beigetragen haben.
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