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Tagungen
03.04.2014, 17:19 Uhr | Messe Miteinander Leben Berlin, Halle 2
 
Älter werden in einer digitalen Gesellschaft - Nutzen und Risiken technikgestützter Assistenzsysteme
"Menschliche Zuwendung kann durch Technik nicht ersetzt werden" - so das eindeutige Fazit auf der LSBB Fachtagung "Älter werden in einer digitalen Gesellschaft - Nutzen und Risiken technikgestützter Assistenzsysteme". Mehr als 100 Besucher waren der Einladung des Landesseniorenbeirates Berlin gefolgt, gemeinsam Nutzen und Risiken technikgestützter Assistenzsysteme für ältere Menschen zu diskutieren.
Messe Miteinander Leben Berlin, Halle 2 -

Die Forschung und Entwicklung neuer technikgestützter Assistenzsysteme für ältere Menschen hat sich in den vergangenen Jahren enorm beschleunigt. „Doch die Einschätzungen zu diesem Trend sind widersprüchlich. Vor allem potentielle Nutzerinnen und Nutzer zeigen eine deutliche Zurückhaltung. Skepsis, aber auch Ängste und Unbehagen signalisieren einen deutlichen Diskussions- und Aufklärungsbedarf“, sagt Regina Saeger, Vorsitzende des Landesseniorenbeirat Berlin. Darum lud der Landesseniorenbeirat Berlin am 3. April 2014 zur Fachtagung „Älter werden in einer digitalen Gesellschaft - Nutzen und Risiken technikgestützter Assistenzsysteme“ ein.

„Ein Thema, das angesichts der steigenden Lebenserwartung und der damit wachsenden Bedarfe nach technischen Hilfs- und Unterstützungssystemen an Bedeutung gewinnt“, sagt Frau Saeger. Viele Ältere bedienen sich längst dieser neuen Techniken, die aus ihrem Alltag kaum noch wegzudenken sind. „Aber wir Älteren wollen gefragt und bei der Entwicklung einbezogen werden, nicht nur in einzelnen Modellprojekten“, sagt Frau Saeger: „Ältere Menschen mit wachsendem Hilfe-, Pflege- und Unterstützungsbedarf müssen darauf vertrauen können, dass ihre Bedürfnisse und Ansprüche respektiert werden. Die Rechte auf Selbstbestimmung und soziale Teilhabe stehen ganz oben bei der Bewertung unserer Lebensqualität. Fragen nach der Sicherheit ohne Verletzung der Privatsphäre, nach der Absicherung persönlicher Hilfen, nach einer ausreichenden Verfügbarkeit von Pflegefachkräften, nach neuen Anforderungen an den Einzelnen im Umgang mit der Technik und nach ausreichenden Wahlmöglichkeiten sind berechtigt und müssen beantwortet werden.“

Tagungsprogramm:

Begrüßung
Regina Saeger, Vorsitzende des Landesseniorenbeirates Berlin Begrüßung zum Herunterladen
Senator Mario Czaja

Vorträge
  • Einführung in die Thematik aus Sicht der LSBB Arbeitsgruppe Gesundheit, Pflege & Verbraucherschutz, Dr. Oliver Zobel, Fachgruppe „Ältere Menschen“ des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Landesverband Berlin e. V., Sprecher der LSBB Arbeitsgruppe Gesundheit, Pflege und Verbraucherschutz (Link zum DPW, dort Vortrag zum Herunterladen)
  • Technik für ein selbständiges Leben im Alter: Stand von Forschung und Innovation, Christine Weiß VDI/VDE Innovation + Technik GmbH, Berlin (Vortrag zum Herunterladen)
  • Technik für ein selbständiges Leben im Alter: Beispiele aus Anwendung und Praxis, Michael Balasch, Deutsche Telekom AG, Telekom Innovation Laboratories, Berlin
Statements und Diskussion

Dr. Alexander Dix, Berliner Beauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit Statement zum Herunterladen
Sabine Hochstadt, Teamleiterin Versorgungsprojekte Pflege AOK Nordost
Christian Petzold, Leiter der Geschäftsstelle Anbieterverband qualitätsorientierter Gesundheitspflegeeinrichtungen
Claudia Schmid, Abteilungsleiterin, Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz
Sylvia Svoboda, Pflegedirektorin, Volkssolidarität LV Berlin e. V.
Beate Swoboda, Stellv. Leitung für den Schwerpunkt Altenpflege, Stiftung SPI,
Geschäftsbereich Fachschulen, Qualifizierung und Professionalisierung
Statement zum Herunterladen

Moderation: Katrin Falk, Politikwissenschaftlerin und Soziologin, Institut für Gerontologische Forschung (IGF)

Fazit: Ingeborg Simon, Stellvertretende Sprecherin der LSBB Arbeitsgruppe Gesundheit, Pflege und Verbraucherschutz Fazit zum Herunterladen

Weiterführende Hinweise:

Ergebnisse der Studie "Ethische Fragen im Bereich Altersgerechter Assistenzsysteme"
A. Manzeschke, K. Weber, E. Rother, H. Fangerau Link zur pdf.Datei zum Herunterladen

Juristische Fragen im Bereich Altersgerechter Assistenzsysteme
Link zur pdf.Datei zum Herunterladen

Mensch-Technik-Interaktion im demografischen Wandel
Internetseite im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung Link

Kommunalen Beratungsstellen "Besser Leben im Alter durch Technik" Projektsteckbrief zum Herunterladen

Link zu den Richtlinien zur Förderung von Kommunalen Beratungsstellen "Besser Leben im Alter durch Technik"